Vordenken anstatt Nachdenken

24.11.2016

Beim ersten Vordenkerkreis am 18. Mai 2016 in Bächlingen lag der Fokus der Veranstaltung darauf, die Stärken und Schwächen der inhabergeführten, mittelständischen Unternehmen der Werkzeug- und Formenbau-Branche zu ergründen. Gemeinsam sind wir dabei zu dem Schluss gekommen, dass Vernetzung in erster Linie nicht die Verlängerung der Werkbank bedeutet, sondern gemeinsames Wachstum, mit der Aufforderung: „Wenn Sie denken, denken Sie groß“.

Beim zweiten Vordenkerkreis am 24. November 2016 in der Mosesmühle stand das Thema „Unternehmer der Zukunft im Werkzeug-, Modell- und Formenbau” im Vordergrund.

Durch unsere Feststellung aus dem ersten Vordenkerkreis, dass der Unternehmer der Zukunft, durch Kooperationen konkurrenzfähig bleibt, lag hier der Ansatzpunkt für unseren gemeinsamen Tag. Solch eine Kooperation bedarf gewisser Grundeinstellungen des Unternehmers, welche wir mit der Analyse von Widerständen im Kopf der Unternehmer beleuchteten. Wichtige Fragestellungen in Kooperationen liegen in gemeinsamen Bereichen wie Identität, Kontrolle, Kunden, Kostenstrukturen oder auch Flexibilität.
Fragen wie “Haben wir das gleiche Werteverständnis?”, “Wie ist die Loyalität in schlechten Zeiten?” oder auch “Wer trägt das Risiko?” tauchten hierbei auf. Unabdingbar dafür sind sowohl Unternehmer mit einem langfristigen Zukunfts-Horizont als auch Unternehmer mit Mut, die gleichzeitig auch Verantwortung für die Erfolge des eigenen Unternehmens, der eigenen Mitarbeiter und für die Nachfolger übernehmen.
Ein grundlegender Aspekt ist die Erkenntnis der Notwendigkeit der Kooperation. Der Unternehmer selbst muss Eigenschaften wie Großzügigkeit, Mut, visionäre Kraft, Toleranz und Vorstellungskraft aufweisen, um solch eine Zusammenarbeit erfolgreich gestalten zu können. In der dritten Auflage des Vordenkerkreises führt uns diese Grundlage der Einstellung und Haltung des Unternehmers, zu dem Geschäftsmodell einer solchen Kooperation. Wie muss das Geschäftsmodell aussehen damit eine erfolgreiche Zusammenarbeit möglich ist? Welche Aspekte müssen bei der Gründung einer Kooperation beachtet werden?