5. Vordenkerkreis

 

Der 5. Vordenkerkreis mit dem Thema “Umformen vom Negativ ins Positiv - Wie können wir in unseren Werkzeug- und Formenbau-Betrieben aus Schwächen Stärken entstehen lassen?” fand wie eingangs der Veranstaltungsreihe wieder im malerischen Bächlingen bei Langenburg statt.

Zur Einführung in die Veranstaltung hielten Herr Steffen Hachtel von F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG, Frau Jenny Gleitsmann und Herr Dr. Stefan Becker von der  evomecs GmbH Impulsvorträge um die Teilnehmer auf das Thema einzustimmen.

Bei der Betrachtung der Stärken und Schwächen eines Geschäftsführers verdeutlichte sich die Wichtigkeit der Selbstreflektion. Sie brachte die Erkenntnis, dass jeder Stärke auch eine Schwäche gegenüber steht. So ist oftmals ein guter Redner gleichzeitig ein schlechter Zuhörer.

Mit der Aussage “Man muss seine Niederlagen genauso feiern wie seine Siege” verdeutlichte sich der Zusammenhang von Erfolg und Misserfolg. Nur mit der nötigen Distanz zu den eigenen Gefühlen können diese analysiert und bewertet werden. Erfolg baut auf Werten auf, die weder im Sieg noch in der Niederlage vernachlässigt werden dürfen.

Im dritten Vortrag betrachtete man die allseits bekannten Herausforderungen, wie den demographischen Wandel, die Auslastung oder die Produktivität welchen durch Digitalisierung und Vernetzung im Unternehmen entgegnet werden kann. Am Beispiel der laufenden, digitalen Automation in den Firmen Deckerform und Kegelmann wurde gezeigt, dass unter Einsatz entsprechender Software unternehmensindividuell eine Arbeitserleichterung erreicht wird. Als Ausblick stellte Herr Becker nicht nur die Bedeutung der Digitalisierung der “top-down”- Prozesskette heraus, sondern auch der Quervernetzung von einzelnen Standorten.

Im Workshop zum Thema “Aus den Stärken arbeiten – konkrete Maßnahmen für Ihren Betrieb” wurde über die Kehrschlussdiskussion “Wie ruiniere ich mein Unternehmen am schnellsten?” ein Negativbeispiel erdacht um daraus zu erkennen, welche Tätigkeiten grundlegend für ein Unternehmen sind. Die anschließende Präsentation und Diskussion der Ergebnisse schärfte das Bewusstsein für die Relevanz von “Selbstverständlichkeiten” im alltäglichen Geschäftsablauf. Als Fazit ergab sich, dass zum Ruin eines Unternehmens das Verhalten einer einzelnen Person ausreichen kann, aber zum Erfolg, alle Mitarbeiter motiviert an einem Strang ziehen müssen. Es reicht nicht, die vorher gesammelten Negativ-Maßnahmen zu unterlassen - man muss sie proaktiv ins positive umwandeln.

Abschließend ließen die Teilnehmer den Tag in angeregter Diskussion beim gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Voller Vorfreude blicken wir auf den Vordenkerkreis am 11. Oktober 2018.