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Themenbeitrag

Digitalisierung und Verantwortung

Warum das richtige Tool nicht immer gleich die Lösung für alles ist.
10. Januar 2024 · 3 min Lesezeit

Wer kennt das nicht? Man hat einen umständlichen Prozess in den Abläufen, den man dringend verbessern möchte, am besten über ein digitales Tool. Man begibt sich also auf die Suche nach einer geeigneten Lösung, probiert verschiedene Ansätze aus und entscheidet sich schließlich für einen Anbieter. Das neue Tool verbessert die Abläufe tatsächlich und der Nutzen, den man sich davon versprochen hat, tritt ein. Soweit so gut.

 

Doch vor allem wenn man ein digitales Tool nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere einführt, ist es entscheidend, dass allen Beteiligten bewusst ist, dass man weiterhin selbst für das Arbeitsergebnis verantwortlich ist. Das Tool ist, wie der Name schon sagt, vor allem ein Werkzeug und kein Zauberstab, auch wenn das Marketing des Lösungsanbieters das bisweilen suggeriert. Zu gerne schenkt man dem ja auch Glauben: “Ich kaufe mir dieses Werkzeug und alle meine Probleme sind gelöst.”. Und genau dieser reflexhafte Gedanke verleitet uns dazu, unsere Verantwortung abzugeben, auf das Werkzeug bzw. die Lösung zu übertragen. Der Begriff “Softwarelösung” trägt das auf verlockende und vielleicht auch irreführende Weise schon in sich. 

 

Das gilt in der dinglichen Welt natürlich genauso. Auch die beste und teuerste Bohrmaschine kann nicht verhindern, dass das Wandregal am Ende schief hängt, wenn man unsauber gearbeitet hat. Das leuchtet in der Regel auch jedem ein. In der Softwarewelt sind die Dinge häufig aber etwas abstrakter und nicht auf Anhieb so leicht greifbar, wie in der realen Welt und dem Bohrmaschinenbeispiel. Das gilt besonders dann, wenn das zu lösende Problem oder der zu verbessernde Prozess grundsätzlich von hoher Komplexität geprägt ist, wie zum Beispiel in der Einzelteilfertigung. 

Insofern ist es zu Beginn einer Digitalisierungsinitiative wichtig, sich intensiv mit der eigenen Problemstellung auseinanderzusetzen und sich vollständig darüber im Klaren zu werden, welches Problem gelöst werden soll und sich nicht vorschnell für eine Lösung zu entscheiden. Es gilt, Problem und Lösung getrennt zu betrachten. Erst mit einem umfassenden Verständnis für das Problem kann die richtige Lösung gefunden werden. Die Nutzung entbindet dann immer noch nicht von der Verantwortung für das Ergebnis, aber die Erwartungshaltung ist klarer und Digitalisierungsinitiative nachhaltiger. 

 

Aber auch die Lösungsanbieter tragen Verantwortung. Sie sollten keine unrealistischen Versprechen abgeben oder den Kunden glauben machen, dass die Lösung alle Probleme auf magische Weise lösen wird. Offene und transparente Kommunikation ist entscheidend, insbesondere wenn der Anbieter erkennt, dass der Kunde mehr erwartet, als geboten werden kann oder technisch möglich. Das erfordert Mut, ist aber die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Die Software-Suite von EVOMECS ist ein hochkomplexes Tool für die Digitalisierung der Fertigung. Entsprechend ist uns die beschriebene Thematik und unsere eigene Verantwortung wohl bewusst. Auf Basis unserer Erfahrungen bieten wir daher zum Beispiel bereits in frühen Phasen an, über schlanke Proof-of-Concept-Projekte das System oder Teile des Systems risikofrei über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu testen und auf Eignung zu prüfen. Wenn Sie Herausforderungen in Ihrer Fertigung haben und wissen wollen, ob EVOMECS ein geeigneter Lösungsansatz sein könnte, sprechen Sie uns gerne an!

 

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